Freitag, 11. November 2011

11.11.11

Ein bißchen verrückt ist völlig normal!!

Für manche nur ein normales Datum, jedoch für den, der die Fasnacht liebt, das Startsignal für die 5. Jahreszeit.
Die Kiste mit dem "Maschkerergwand" wird schon halb aus dem Dachboden gezogen und die Faschingskataloge gewälzt. Die ersten Ideen für den großen Fasnachtumzug am Faschingssonntag durch Schwangau entstehen meist schon vor Weihnachten. Und zum Basteln und Nähen der Kostüme angefangen, wird gleich, nachdem der Christbaum entsorgt ist.




In Schwangau wurde schon immer ausgiebig die Fasnacht gefeiert und Umzüge gab es schon früher.
Nur noch in Schwangau und in Stötten  gibt es den Brauch, dass am Glumpigen Donnerstag die Kinder maskiert von Haus zu Haus gehen um zu "betteln". Dabei wird ein Gedicht aufgesagt Wie z. B: "Lustig ist die Fasenacht, wenn mei Mutta Küchle bacht, wenn sie aber keine bacht, dann pfeiff ich auf die Fasenacht".
Leider stirbt aber dieser Brauch langsam aber sicher aus.



Während andere schon beginnen den Adventskranz zu binden, wird in Schwangau erst einmal das neue Prinzenpaar vorgestellt. Wer das ist, ist bis heute Abend das bestgehüteste Geheimnis überhaupt.


Ein kleiner Wortweiser:
Das Wort Fasching leitet sich von "Vaschang", dem letzten Trunk vor der Fastenzeit ab. Klassisch betrachtet, ist das Wort Fasching nur in Niederbayern, im östlichen Oberbayern sowie in München üblich. Im übrigen Bayern ist für die fünfte Jahreszeit der Begriff Fasnacht, Fastnacht oder Fasenacht üblich.
Durch die immer stärkere Verbreitung des Oberbayerischen Dialektes wird im Allgäu der Begriff Fasnacht zunehmend verdrängt und durch den Begriff Fasching ersetzt.






Mit diesem Post und dem fast dreißig Jahre alten Foto grüße ich mit dem dreifachen Schwangauer Fasnachtsruf   AH-SOO !! alle  "Mitleibundseelemaschkerer"

(und damit auch ganz besonders meine treuen Leserinnen Andrea und Silvia.)



Gott sei Dank,
dass der Spaß nicht totzukriegen ist
in dieser mürrischen Welt.   W. Raabe